...

War es Ironie des Schicksals oder warum musste gerade jetzt ihre Einkaufstüte reisen? Mit knallrotem Kopf versuchte sie alles schnellst möglichst einzusammeln doch sie hatten sie schon längst bemerkt und schauten sie grinsend an. Alle. Doch plötzlich da war eine Hand die ihr half.
Ihr Herz raste und sie hatte einen Kloß im Hals, konnte kaum reden. Er war es der ihr half. Er, den sie heimlich beobachtet, von dem sie nachts träumte doch der für sie ein Traum bleiben musste.
Sie brachte gerade so ein schüchternes Danke heraus – doch Blicke sagen bekanntlich mehr als Worte. Er war Amerikaner, stationierter Soldat, ein naja schon fast „Feind“ wie ihre Mutter zu pflegen sagte. Doch wenn er ein Feind war warum half er ihr dann ? Alles drehte sich, ein Wunder wie sie unversehrt nach Hause kam. Dieser Tag sollte alles verändern, noch bevor sie das Haus betrat wusste es schon die ganze Familie, Amischlampe und andere Sachen musste sie sich anhören. Sie ging, wollte alleine sein und flüchtete kurzer Hand zu ihrer Oma. Dort weinte sie sich aus und verriet sogar ihr Geheimnis, dass sie sich verliebt hatte.
Was sie nicht wusste, dass es ihm genauso ging, dass er weiche Knie bekam wenn er sie sah, dass er eine Gänsehaut bekam als ihr Arm seinen zufällig berührte, dass er von ihrer Schönheit fasziniert war. Und da war ein Bild von ihr unter seinem Bett, recht gut getroffen, er hatte es skiziert und solange daran gearbeitet bis es perfekt war. Sie ging jeden Morgen einkaufen, fast immer gegen 9 Uhr und somit wurde es auch zu seiner Gewohnheit nein zu seiner Pflicht.
Es kostete ihn viele Nächte und ja raubte ihm fast seinen Verstand bis er sie endlich ansprach. Sie lächelte und ging weiter. Bis er sie eines Abends auf der Wiese hinter der Kasserne stehen sah, ganz alleine und verloren. Sofort lies er alles stehen und liegen und lief zu ihr. Schüchtern blickte sie zu Boden doch er ergriff sofort ihre Hand. Er wusste dass Abends eine Tanzveranstaltung sein sollte von den Amerikanern unten im Wirtshaus und er lud sie ein. Doch ob sie wohl kommt ?Eine quälende Frage. Er war so gut drauf wie schon seit Monaten nicht mehr. Und sie kam auch wenn sie dabei ihren Ruf verlor. Auch wenn kein Mann sie danach mehr wollte. Für sie gab es nur den einen.
Seit diesem Abend trafen sie sich regelmäßig hinten auf der Wiese, auch wenn ihre Mutter ihr keine Blicke mehr würdigt. Sie wurde von fast allen verachtet. Doch warum ? Was war daran so falsch zu lieben ?

28.6.06 21:11

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